Geschichte

Allgemein

Die Musikgesellschaft Obersaxen wurde im Jahre 1918 gegründet. Bei der Gründung zählte der Verein 14 Mitglieder. In der Silvesternacht 1918 traten die Musikanten mit klingendem Spiel erstmals öffentlich auf. Ab diesem Zeitpunkt trat der Verein immer zahlreicher an Festen innerhalb und ausserhalb der Gemeinde in Erscheinung. Zu den Haupttätigkeiten der Musikgesellschaft zählen das Jahreskonzert, die Teilnahme an Musikfesten sowie die musikalische Umrahmung an Kirchenfesten während den Sommermonaten. Seit 1993 ist der Musikgesellschaft eine Tambourengruppe angegliedert, welche von Sandro Solèr geleitet wird. Sandro Solèr leitet die Tambourengruppe bereits seit dem Jahr 2002. Heute zählt der Verein 34 Mitglieder, davon 11 Tambouren. Unsere Jungbläser werden durch die Musikschule Surselva vor Ort in Obersaxen ausgebildet. Die Jungtambouren werden durch die internen Tambourenmitglieder gefördert bzw. ausgebildet.

Während 15 Jahren wurde die Musikgesellschaft Obersaxen durch Ignaz Sax-Alig (1974 – 1979 und 1986 – 1996) aus Obersaxen dirigiert und geprägt. 1996 fand die Musikgesellschaft Obersaxen in Ivan Vinzens (1996 – 1999; 1999 – 2001 und 2008 – 2011) aus Ilanz einen sehr jungen und engagierten Leiter. Nach mehrjähriger intensiver und erfolgreicher Arbeit hat Ivan Vinzens im Januar 2011 die Musikgesellschaft Obersaxen verlassen. In Benjamin Moser aus Zignau haben wir einen jungen und interessierten Nachfolger gefunden. Aus beruflichen Gründen hat Benjamin Moser nach drei Jahren sein Amt als Dirigent niedergelegt (2011 – 2013). Trotz intensiver Suche gelang es dem Vorstand nicht, einen würdigen Nachfolger zu finden. Schlussendlich konnte in der Person von Ivan Vinzens eine Übergangslösung gefunden werden, indem die lokalen Anlässe musikalisch umrahmt wurden. Erfreulicherweise hat sich Benjamin Moser nach seiner einjährigen Umschulung bereit erklärt, die Musikgesellschaft Obersaxen ab dem Jahr 2015 wieder musikalisch zu führen.

Bis zum heutigen Tag stand der Verein unter der Führung von nicht weniger als 23 Dirigenten und 25 Präsidenten.

Instrumente

Die ersten Instrumente wurden bei der Firma M. Wolf, Frauenfeld, gekauft. Vom Musikhaus Fischer, Chur, wurden im Jahre 1968 vierzehn neue Instrumente gekauft und neun repariert. Bei der Neuinstrumentierung im Jahre 1976 wurden von Willy Kurath, Flums, 30 “Wilson“ angeschafft. Im Jahre 1991, anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft, durfte die Musikgesellschaft erneut eine Neuinstrumentierung durchführen. Es wurden 30 Instrumente vom Musikhaus Länzlinger, Untervaz, angeschafft.

Uniformen

Zuerst wurde in Zivilkleidung gespielt, ab 1920 trug man als Vereinszeichen ein “breites Hutband, schwarz, blau, gelb“. Ab dem Jahr 1919 trat die Musikgesellschaft zum Fest St. Peter und Paul 1919 jeweils in Militäruniform an, was im Mai 1927 vom Kreiskommando Graubünden verboten wurde. So wurde anschliessend wieder “Zivil“ getragen. Anno 1950 erwarb man aus Rheinach ZH eine abgetragene, dunkelgrüne Uniform, welche 1957 durch eine gebrauchte blaue aus Neuendorf SO ersetzt wurde. Am 18. Mai 1964 weihten die Musikanten ihre erste eigene Uniform ein (schwarzer Kittel, schwarze Hosen). Ab 1972 wurde dazu “einheitlich graue Hosen, gelbes Hemd und rote Krawatte“ getragen. Die nächste Neuuniformierung fand im Jahre 1982 statt. Diese Uniform war erstmals “farbenfroh“. Sie bestand aus einem roten Jacket und blauen Hosen mit einem extra Hut! Die heutige grüne Uniform wurde dann im Jahre 1996 durch die Truns SA angeschafft.

Wettbewerbe

Zum ersten Oberländer Musiktag marschierten die Obersaxer Musikanten anno 1925 nach Ilanz: “Abmarsch-Mitternacht von Ilanz… am frühen Morgen wieder in Meierhof“. Zum ersten Bezirksmusikfest 1929 in Disentis/Mustér ging es “zu Fuss“ nach Waltensburg, dann per “Bahn“ weiter. Die Musikgesellschaft hat bis zum heutigen Tag an 13 Bezirks- und an 6 Kantonalmusikfesten teilgenommen. Die Teilnahme am 17. Bezirksmusikfest 2000 in Sedrun geht als grösster Erfolg in die Vereinsgeschichte ein. Von 9 Vereinen holte die Musikgesellschaft Obersaxen in der vierten Kategorie sowie von 16 Vereinen in der Marschmusik zweimal den 1. Rang mit einem grossen Punktevorsprung nach Hause.